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Kennst du das, wenn du am Ende von einem Hollywoodfilm ein Tränchen verdrücken musst, weil dir das gerade gesehene freudige Emotionen ins Gesicht zaubert. Ein Happy End.
Oder was noch viel interessanter ist, ist, dass fast alle Menschen irgendwann einmal ihre Freude an Märchen haben. Geschichten, die erzählen, wie sich ein Leben wendet. Märchen sind zeitlos, sie bleiben über hunderte von Jahren aktuell. Aber woran liegt das? Die erzählten Geschichten spielen ja eigentlich zu Zeiten, die mit unserer heutigen wenig zu tun haben. Und dennoch faszinieren Märchen alle Generationen, ob jung oder alt, gleichermaßen.
Aber was genau ist es, das Hollywood oder Märchen so sehr Einfluss auf unsere Gemütslage nehmen lässt? Woher kommen diese Emotionen?
Ich glaube, dass es Dinge gibt, nach denen wir uns aus unserem tiefsten Inneren sehnen. Dinge, die in unser Herz geschrieben zu sein scheinen. Dinge, die zeitlos und allgemeingültig zu sein scheinen. Und vielleicht ist den Schreibern der Märchen ja auch genau diese Sehnsucht in unseren Herzen bekannt, die es zu befriedigen gilt. Märchen beginnen oft mit dem Satz: „Es war einmal…“ In der Folge wird oft eine Welt geschildert, die eigentlich wundervoll ist. Eine Schöpfung, die vollkommen ist – eine Märchenwelt. Doch auch in dieser Welt gibt es Probleme, so zum Beispiel Vergiftungen, Verfolgung, Neid, unüberwindbare Ständeunterschiede oder Diebstahl und Krieg. Lassen wir uns doch in diese Märchenwelt entführen: Stell dir vor, du lebst in einer wundervollen Schöpfung und alles könnte so schön sein, doch dann tauchen Menschen auf, düstere Gestalten und versuchen dir dein Glück wieder zu nehmen. Es entsteht ein Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen in dieser Welt. Das Böse scheint die Oberhand zu gewinnen und wir verzweifeln daran beinahe, halten uns aber an der Hoffnung fest, dass Veränderung entstehen kann. Am Ende kommt ein Ritter oder ein Prinz oder wer auch immer und hilft dir, dich aus der ausweglosen Situation zu befreien. Und tatsächlich schafft der Prinz es, dich zu retten und damit die vollkommene Schöpfung der Welt wiederherzustellen…
Wow, klar, dass diese Geschichte fesselt und uns träumen lässt. Aber was hindert uns eigentlich daran, dieses Szenario real werden zu lassen? Unsere Sehnsucht statt in Büchern und Filmen im wahren Leben zu stillen?
Geht nicht? Ich bin doch nur ein kleines Rädchen…hm…
Mir kommt diese Grundgeschichte der Märchen bekannt vor. Ich glaube, dass diese Geschichte an eine echte, reale Geschichte angelehnt ist. Wir sagen immer, dass Märchen nicht real sind, aber ich denke, dass Märchen uns bei unseren Sehnsüchten abholen und uns helfen aus der Realität zu fliehen, während diese doch genau diese Geschichte erzählt. Märchen und Hollywood sind unser tägliches Leben!
Die Bibel sagt, dass Gott die Welt geschaffen hat. Und er sagte: Und siehe, es war (sehr) gut. Wir leben in dieser Schöpfung. Sie ist kein Märchen, sondern vielmehr unser Alltag und ab und an erkennen wir, wie schön die Schöpfung eigentlich ist. Aber wir können nicht leugnen, dass in dieser Welt etwas gehörig schief gelaufen ist, oder? Ja, der Teufel herrscht in ihr. Er herrscht über uns und macht uns zu Lügnern, Betrügern. Jeden Tag ringen wir mit ihm und oftmals scheinen wir seinen Armeen unterlegen zu sein. Aus eigener Kraft schaffen wir es einfach nicht, ihn in die Schranken zu weisen. Das erkennt selbst Paulus, wenn er sagt: „Nicht das Gute, das ich will tue ich, sondern das Böse, dass ich nicht will, das tue ich.“ Er kennt den Kampf, den Krieg in dem wir uns befinden. Und er weiß auch, dass er alleine nicht klar kommt. Geht es dir nicht genau so? Wie oft wollen wir unser Verhalten verändern und scheitern über kurz oder lang doch daran…
Aber gibt es in dieser Welt auch einen Prinzen? Einen Ritter?
Ja, Jesus ist der Prinz, der uns für immer aus den Fängen des Bösen befreien möchte. Er kommt und wie im Märchen ist er bereit, alles zu geben, um uns zu helfen, uns zu befreien und zu erlösen. Durch das Opfer Jesu Christi sind wir wieder hergestellt, wenn wir mit ihm leben. Wie im Märchen endet auch diese Geschichte mit dem folgenden Satz: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“
Nebenbei sagt die Bibel, dass wir als Gläubige Christi Braut seien…
Wir sterben nicht, wir leben ewig, wenn wir mit Jesus leben.
So gesehen haben Märchen etwas Reales. Sie sind Bestandteil unserer Sehnsucht nach Erlösung. Aber woher kommt diese Sehnsucht, dass am Ende wieder alles gut wird, wenn nicht vom Autor unseres Lebens?
Gott schreibt noch heute jeden Tag Märchen… auch mit dir?

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