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Letztes Wochenende saß ich mit meiner Frau am Frühstückstisch und beobachtete, wie sie das Salz von der Brezel runterkratzte. Es überraschte mich nicht, da ich es von ihr gewohnt bin – aber es brachte mich zum Nachdenken.  Über dieses Wort von Jesus, dass so häufig von Menschen zitiert wird: „Ihr seid das Salz der Erde“ (Mt. 5:13)
Früher war noch ein deutlich größerer Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig, oder hatte zumindest einen Verwandten bei dem er aushalf. Deswegen sind vermutlich so viele von Jesus Gleichnissen über die Landwirtschaft: Die 4 Ackerböden, das Senfkorn, das verlorene Schaf,… Und nach Lukas 14:35 auch der Vergleich mit dem Salz: „Geschmackloses Salz eignet sich weder für den Boden noch als Dünger. […]“
Also… Salz gibt Geschmack (Nudeln, Brot… Fast überall!) Und macht haltbar (Pökelfleisch, Saure Gurken,…) und diente früher als Dünger. Bei der richtigen Dosierung. Auf einem Versalzenen Boden wächst gar nichts mehr, und versalzene Nudeln werden wenn dann nur widerwillig aufgegessen. Außerdem brennt es in Wunden – aber hat auch eine desinfizierende und heilende Wirkung.
Interessant… und was hat das mit meinem Leben zu tun? (Die Frage hab ich einfach mal für dich gestellt, weil du mich beim Schreiben ja nicht fragen kannst 😉
Wenn du Jesus noch nicht kennst, oder dir bei dem ganzen Thema noch unsicher bist, dann umgib dich für eine Weile einfach mal mit 2 oder 3 Menschen, die sich für salzig halten – und schau was passiert. Es kann manchmal ein bisschen ungemütlich werden (wie gesagt, Salz brennt, vor allem in den Augen) aber es wird deinen Charakter und deine Stärken stärker zum Vorschein bringen: Denn unter allen Gewürzen bringt Salz hauptsächlich den Geschmack des Essens stärker hervor, während die meisten anderen Gewürze ihren Geschmack mit dazu bringen (zB. Zimt, Curry…)
Wenn du ein Nachfolger von Jesus bist, dann bist du salzig. Also: Nicht fad, nicht lasch, sondern da wo du auftauchst bringst du Würzung rein! Manchmal reagieren Menschen in deinem Umfeld ungewöhnlich, weil dein Salz in ihren Wunden brennt. Aber wenn du es schaffst liebevoll an ihnen dranzubleiben, kann Gott durch dich Heilung auf körperlicher oder seelischer Ebene ermöglichen, die nur mit der Zeit nie passiert wäre.
Und: Es braucht nicht viel von deiner Sorte, denn schon wenige Körner Salz durchdringen einen ganzen Teller Suppe!

Nun meine Frage an dich, auf die ich auch noch keine Antwort habe: Können wir dann auch den Ort wo wir sind versalzen? Also wenn wir zu viele an einem Ort sind? Oder hört die Metapher da schon auf? Wenn wir es aber doch könnten, was müssten wir daraufhin tun?

Von Jonathan

2 Kommentare
 
  1. jacky 7. März 2016 at 23:13 Antworten

    Naja, ich finde manche Gemeinden versalzen. In eine Gemeinde, in der schon viele Christen sind noch mehr Christen zu stecken ist so als als würde man gesalzene Nudeln noch mehr salzen.

  2. Sebi 9. März 2016 at 8:39 Antworten

    Hast du denn eine Idee, wie man das ändern könnte? Oder ne Idee, warum es dennoch immer wieder passiert?

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