Leinenlos Geliebt.

Steppstich

  • Steppstich ist ein Nähprojekt, das nicht nur Frauen ansprechen soll. So war bei der ersten Auflage vor allem ein Mann als Gast vor Ort und lernte scnell, wie er seine Kleidung zurecht nähen konnte.

    Zum Lohn bekam er nach dem „Grundkurs“ eine eigene Nähmaschine.

    Das Projekt ist ein Herzensanliegen von Yvonne, die ihrerseits mittlerweile einen Großteil ihrer Kleidung und der Kleidung ihrer Kinder selbst näht. Für sie, als ehemaliges Mobbingopfer, vermittelte das Vollbringen einzelner Projekte sehr viel an Wertigkeit. Ihr Selbstwert wurde durch das Nähen gestärkt und sie sah, dass sie doch sehr viel mehr kann, als ihr früher oft vermittelt wurde. Aus diesem Erleben heraus entstand der Gedanke zu Steppstich. Menschen, die aufgrund ihrer sozialen Situation einen Mangel an Wert in ihrem Leben sehen sollen so erleben, dass sie viel mehr können, als sie sich selbst zutrauen.

    Der zweite Punkt ist ein ganz praktischer: Die Menschen sollen lernen beschädigte Textilien zu reparieren und weiterverwenden zu können.

    Es ist erstaunlich, wie viel Mehrwert in einem zu Ende gebrachten Projekt steckt und welche Auswirkungen diese Leistung auf eine Person haben kann.

    Konkret geht es bei Steppstich um Grundsätze des Nähens, das Anfertigen kleiner Projekte wie Puppen, Socken oder Mützen. Die entstandene Ware kann dann auf einem Weihnachtsmarkt verkauft werden und so profitieren die Näher auf eine dritte Weise, nämlich neben der Steigerung des Selbstwertes, der Fähigkeit Wiederherzustellen kommt so noch ein kleines Taschengeld hinzu.

    Außerdem sollen bei Treffen von Steppstich auch seelische Schäden nicht unbemerkt bleiben und ein kurzer Input, sowie tiefe Gespräche können so auch dort zur Reparatur beitragen.

    Derzeit pausiert Steppstich.